Auf Dschungelexkursion im Taman Negara National Park
Also mal wieder weiss ich gar nicht wo ich anfangen soll... Wohl am besten beim interessantesten und aktuellsten: das letzte Wochenende hab ich zusammen mit einer Gruppe von AFSern in einem Dschungelnationalpark verbracht. Am Samstag sind wir frueh morgens in Kl losgefahren und waren dann nachmittags in unserem Gaestehaus angekommen, das aus kleinen zimmern in Jugendherbergstil bestand. Das Badezimmer hate immerhin eine kalte Dusche, oft sindhiereinfache Plastikbehaelter zum duschen ueblich. Dietoilette war aber traditionell eine Stehtoilette, die am ehesten an ein Plumsklomit Spuelung und ohne Sitz erinnert. (Keine Sorge, in meiner familie habe ich natuerlich eine normale Toilette und eine Dusche mit heissem Wasser, obwohl die Temperatur des Wassers auch sehr launisch ist). Dann war unser erster Programmpunkt eine Wanderung zu und durch eine Fledermaushoehle. Zu allen Ausfluegen wurden wir mit einfachen Holzbooten mit Motorantrieb gefahren, da wir an einem Fluss wohnten, und der Dschungel auf der anderen Seite begann. Dann sind wir ein bisschen durch den Dschungel gelaufen, bis wir endlich an der Hoehle ankamen. Die durchquerung der Hoehle gestaltete sich dann sehr spassig und zwar aus dei gruenden: 1. Wir mussten de meiste Zeit auf den knien krabbeln, weil es so eng war. 2. Die Fledernmaeuse hingen nur einige Zentimeter von unseren Koepfen entfernt und sind gegen mich gegen geflogen. 3. Am Ende hat es angefangen zu regnen, sodass die steine super glitschig waren. Wir mussten also aufpassen, dass wir nicht ausrutschen und sahen am Ende, wie auf dem Foto zu erkennen ist echt dreckig aus. Die verrueckte ist uebrigens Joli, die das Community Service Programm bei der Hockey Federation macht und auch in KL wohnt. Nachdem wir dann bei stroemenden Regen zurueck gelaufen sind, mussten wir alle erstmal duschen. Abends stand dann ein Video ueber den nationalpark auf dem Programm und danach eine Nachtwanderung durch den Dschungel, die sehr langsam voranschritt, weil alle Angst hatten auf den nassen rutschigen und matschigen Pfaden auszurutschen. Die Joli hat sich natuerlich trotzdem hingelegt und wurde kurz danach auch noch von einem blutsaugenden wurm gebissen, die es dort ueberall gibt. Ueberlebt hat sie es aber trotzdem und wir sind auch ohne weitere Schaeden bei der Aussichtsplattform angekommen, von der aus wir ein paar Rehe mit unseren Taschenlampen sehen konnten. Auf dem Rueckweg haben wir dann noch ein Wildschwein gesehen, das wohl an Menschen gewoehnt war. Dann haben noch ein paar Austauschueler (ATSer) ein leckeren Shake auf einem der "Floating (schwimmende)Restaurants" getrunken und dann noch ein bisschen vor unseren Gaestehaus gechillt, bis es dann schlafen gehen hiess.Am naechsten Tag war dann volles Programm angesagt. Zuerst natuerlich Fruehstueck, das hier auch aus gebratenen Reis und Nudeln bestand (und da behaupte mal noch einer, dass das asiatische Essen gesund ist und das amerikanische fettig!). Dann wagten wir den Weg in Richtung der laengsten Haengebruecke Malaysias, die trotz Hoehenangst alle betraten. Das gefuehl auf der Bruecke war, als wuerde man wie ein Affe durch die Luefte des dschundels von einem Baum zum anderen fliegen... naja jedenfalls annaehernd! Die Aussicht war schoen, Tiere hat man ausser riesigen Ameisenstrassen an den Baumstaemmen aber leider nicht erblicken koennen. Dann sind wir noch ein bisschen weiter durch den Dschungel gewandert und ich war echt froh, dass ich die letzte Woche oefter joggen war, sodass ich nicht so sehr aus der Puste war. Geschwitz haben wir aber trotzdem alle genug, weshalb nach dem Mittagessen erstamal eine Wasserschlacht zwischen Joli und mir angesagt war!
Nach einer kleinen Ruhepause machten wir uns auf den weg zu den Orang Aslis, das sind die Ureinwohner, die als einzige Menschen in dem Nationalpark leben und jagen duerfen. Sie haben uns gezeit wir sie nur mit einem Ast und einem Stueck Holz Feuer machen und wie sie mit Blasrohren schiessen. Das durften wir auch selber ausprobieren und ausserdem das wasser aus einem Baumstamm kosten. Dann war uns auch schon wieder warm und wir waren bereit fuer ene Bootsfahrt durch Stromschnellen, bei der man "prepared to become wet" sein musste. Wer nach dieser feuchten Bootfahrt noch nicht genug nass geworden war (ich war von oben bis unter durchnaesst), konnte das dann beim Schwimmen im braunen Fluss nachholen. Das war wirklich sehr erfrischen und danach hiess es dann duschen und warm werden. Ja fast ein Wunder: es kann einem auch kalt in Malaysia sein und das gar nicht so selten. Das passiert meistens dann, wenn man nass ist und es windet oder die Kimaanlage fuer hiesige Verhaeltnisse normal aufgedreht ist. Dann gab es abends wieder essen und ein paar AFSer haben sich noch ne Riesige Packung Eiscreme gekauft und ausgeloeffelt!
Am Montag war dann die Ruckfahrt angesagt, bei der wir erst drei Stunden mit den kleinen Holzbooten unterwegs waren und dann in den Bus umbestiegen sind. Die Bootsfahrt verlief allerdings nicht ganz ohne Probleme: nach der ersten viertel Stunde war der tank leer und wir mussten warten bis wir in ein anderes umsteigen konnten. Von dem Fluss haben wir dan noch waserbueffel, Kuehe und Affen gesehen und sind durch komplett unberuehrte natur geschippert. Es war wirklich traumhaft, in wahrsten Sinne des Wotes: das Schunkel des Bootes hat mich schlaefrig gemacht.
Das war mein Trip zu Taman Negara: Wir hatten einfach super viel Spass, haben viel erlebt und nette andere ATSer kennengelernt.
Wenn es mal wieder funktioniert werde ich noch mehr Fotos schicken.


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