Anja in Malaysia

Hab mir gedacht, es wär mal ne nette Idee ne Page zu erstellen, sodass alle meine Freunde immer wissen was ich mache während meines Aufenthaltes in Malaysia. Werd also versuchen ab und zu mal was zu schreiben, was ich da alles so erlebe und werde auch Fotos reinstellen... Und ich hoffe natürlich auf Post von euch!

Wednesday, February 28, 2007

Finiiiish!

Hey!
joa in zwischen bin ich wieder in Deutschland angekommen und so halb erfroren... wie schön warm war es doch in tropischen Malaysia! Nichts desto trotz geht es mir, abgesehen von irgentwelchen Kälteanfällen, hier in Deutschland schon richtig gut. Und malaysia ist schon wieder soweit weg. Aber ich bin super froh, dass ich diese Erfahrung hab machen duerfen und habe richtig viel in diesem halben jahr erlebt, wobei ich die Arbeit in Kindergarten, bis auf die Kinder, weniger vermissen werde. Inzwischen hab ich auch schon eine Wohnung in Köln gefunden und werde diesen Sonntag dort hinziehen und dann da ein habes Jhar leben. Ich hoffe natürlich, dass mich ganz viel menschen besuchen kommen!
Die Seite werde ich erstmal noch im Web lasssen und gegebenenfalls noch ein paar mehr Fotos drauf machen... mal sehen.

Sunday, February 11, 2007

Thaipusam

Vor meiner Heimkehr gibts hier noch ein paar Berichte davon, was ich den letzten Monat so getrieben habe. Hier sind ein paar Fotos von Thaipusam - einem hinduistischem Fest, bei dem tausende von Indern um den 1.Februar rum zu den Batu Caves kommen. Diese Hoehlen sind ganz in der naehe, wo ich wohne, und werden von Hindus zum beten usw. benutzt.


Das ist ein Inder der in totaler Trance seinen Ruecken piercen laesst. Gehalten von einem hinterherlaufenden und ihn kontrollierenden Inder laeuft er (oder tanzt oder wie man das nennen will) den Weg von ca. 30km von KL zu den Batu Caves um Opfer zu bringen.
Da wir uns in Malaysia befinden ist hier gar nichts abgesperrrt und ich hatte richtig Angst dass mich so ein gepiercter Inder gleich anspringt, als ich auf meinem Weg zu dem vegegtarischen Essstand war, an dem SAi Ananda (mein indisches Projekt) Essen gekocht und verkauft hat.
Das war eine weitere blutige (wenn es wohl auch teilweise nur farbe war) und scary Erfahrung.



Das ist die goldene Statue die vor rechts von der Treppe stehet, die zu den Hoehlen hochfuehrt. Man kann vielleicht ganz klein ein paar Leute neben den Lichtern auf der Treppe erkennen.


Viele Inder lassen sich die Haare scheren bevor zu den Hoeheln gehen und die Frisoere haben einfach ihre Staende auf der Strasse, die in der naehreren Umgebung von den Batu Caves gesperrt ist.


Hier wird wieder in bruetender Hitze unter provisorischen Umstaenden in einem zelt das Essen von Sai Ananda gekocht.



Das sind ein paar Trommler die auch ihren Weg zu den batu Caves gehen. Vielleicht kann man sowas mit einer Pilgerfahrt vergleichen. Durch das Trommeln werden die gepiercten Indern und andere, die schwere Bilder von Goettern auf ihren schultern tragen, in Trance versetzt. Die Leute in Trance fand ich schon sehr beaengstigend und beeindruckend und es war mal wieder eine erfahrung wert. Auch die riesige Menschenmenge war unglaublich und teilweise anstrengend da man in der Hitze kaum vorwaerts kam.

Friday, January 12, 2007

noch ein paar aeltere Fotos

Das bin ich mit meiner Chefin vom Kindergarten - so boese wie die guckt ist sie auch! Ich war an dem indischen Fest Deepavali im September bei ihr zu Hause.

Unter diesem Holzdach am Fluss war unser Schlafplatz fuer ca.20 Personen, als wir nach dem Filmdreh in den Hoehlen im Oktobober im stroemenden Regen keine Zelte mehr aufbauen wollten. Wir haben also mal wieder auf dem Steinboden geschlafen.


Ja lange hat es gedauert, aber nun luefte ich endlich das Geheimnis! Das ist das Hasu in dem ich mit meiner chinesischen Familie wohne. Mein Zimmer ist im 2. Stock. Die Karaokeparties finden immer im 2. Stock in dem "Wintergarten", wie ich es nenne, mit Blick ueber ganz Kuala Lumpur statt!


Diese Foto konnte ich leider nicht drehen. Es zeigt einen indischen Altar an dem Geburtstag von Sai Baba (der abgebildete Mensch), der dafuer besonders besonders geschmueckt wurde.



Ja und auch das ist Malalysia. Das war der Blick aus unserem Hotelzimmer in Port Dickson, wo wir im November unsere Midstaycamp hatten und eigentlich nicht baden gehen durften. Aber welcher Europaeer kann diesen weissen Sandstrand schon wiederstehen?

Thursday, January 11, 2007

Die chinesische Hochzeit

Das sieht vielleicht aus wie ein Schuhsalat. Tatsaechlich ist es aber ganz ueblich in Malaysia so viele Schuhe vor einem Haus zu sehen, vor allem wenn man viele Gaeste hat, wie bei dieser Hochzeit, da ja jeder seine Schuhe ausziehen muss, bevor er das Haus betritt.

Das ist das Brautpaar, das in europaeischer Kleidung vor einem chinesischem Altar innerhalb der Teezerremonie das Angpau von meinen Gasteltern erhaelt.

Das ist meine Gastfamilie mit Gastopa vor dem grossen chinesischen Tempel.

Das ist ein traditionelles Fischerdorf am Meer in der Naehe von dem Wohnort meines Gastopas. Von diesen Doerfern gibt es hier noch sehr viele gibt.

Das ist bei dem Hochzeitsessen, als gerade am runden Tisch die Haifischflossensuppe serviert wird.. Gegessen wird bei solchen Anlaessen immer mit diesen chinesischen Loeffeln oder Staebchen, was ich inzwischen auch schon einigermassen hinkriege.

weiter gehts...

Also wo war ich stehen geblieben. Genau beim schlaten der Kuh. Nachdem wir das also hinter uns hatten, war es auch schon bald Silvesterabend, an dem fuer uns in Hotel ein Essen und eine Karaokeschau vorbereitet war. Um Mitternacht haben wir dann alle mit unseren selbstgekauft nach Kelantan "importierten" Getraenken angestossen und dann wurde noch auf den Hotelzimmer weitergefeiert. Silvester war der erste Feiertag bin Malaysia an dem ich kein Feuerwerk gesehen habe, was einfach daran lag, dass ich im Hotel war und nicht zu Hause, von wo man ganz KL ueberblicken kann. Ausserdem ist Feuerwerk hier imer illegal, was man jedoch kaum bemerkt, da es wirklich staendig und wer weiss aus welchem Anlass Feuerwerk gibt.

Am Neujahrstag war dann, statt gammelig vor dem Fernseher das Neujahrspringen gucken, frueh aufstehen angesagt, dann an dem Grenzuebergang zu Thailand wartete eine Kulturshow auf uns. Diese bestand aus Tanz, Musik und Reden, was uns allerdings immer weniger interessierte, da es ersten super heiss war (normal halt) udn wir alle einfach muede und fertig waren. Aber nach nem staerkende essen ging es dann noch weiter zum Shoppen auf einen Duty Free Markt, wo es hauptsaechlich gefaelschte Sachen gab. Am naechsten Tag wurden wir dann vor unserer Abfahrt noch zu einem Markt gebracht, den wir aber leider nicht gefunden haben... es gab nur ein paar Strassenstaende... Da wir auf der Rueckfahrt, die endlich gegen 12 begann, wegen einem Stau eine andere Route nehmen mussten, kamen wir letzendlich nachts um 2 (statt abends um 8) in KL an und mussten dann in einem Jugendhotel uebernachten. Genau wie die meisten anderen komm ich nachts ausser mit dem Taxi nicht mehr nach Hause und selbst dann komm ich nicht ins Haus, da bei uns alles abgeschlossen und verriegelt ist und die vier Wachhunde ihren Dienst tun. Um so erfreulicher war es dann fuer mich, dass ich trotz 3 Telefonaten am naechsten Tag noch zur Arbeit gehen musste. Dort kam ich dann um 11 mit 3 1/2 Stunden Verspaetung (nachdem ich 3 Stunden mit Bus und Bahn innerhalb KL unterwegs war), mit viel Gepaeck und total uebermuedet auch an.
Die naechsten 3 Tage habe ich schlafend in meinem Zimmer verbracht, wenn ich nicht gerade arbeiten war.
Am Samstag, den 6. Januar, habe ich dann gegen Mittag erfahren, dass meine ganze Familie zu der Hochzeit von meinem Gastcousin faehrt und dort ueber Nacht bleibt. Ja die Malaysiaer sind echt spontan und wenn man denkt man koennte ein gemuetliches Wochenende zu Hause verbringen, gibt es in meiner Familie eigentlich immer etwas, wo ich mit hin kann. Wir kamen dann also abends dort an und es gab das Vorhochzeitsessen; die eigentliche Hochzeit sollte erst am naechsten Tag stattfinden. Nachdem wir gegessen hatten, gingen wir dann zu unserer Unterkunft: ein verlassenes Haus von Verwandten, in dem es entsprechend dreckig war und nur ein doppelbett und sofa und sessel gab. Dort sollten wir also zu sechst schlafen, was meinen Gasteltern weniger gefiel. Deshalb wollten sie die 1 1/2 Stunden nach Hause fahren, dort gemuetlich schlafen und am naechsten Tag wieder kommen. Davon konnte ich sie aber zum Glueck abhalten, da wir sonst unnoetig 3 Stunden Auto gefahren waeren, und ich habe die Nacht auf 4 Sofakissen doch erstaunlich gut geschlafen... Aber in Malaysia schlaeft man eigentlich einfach ueberall!
Am naechsten Tag habe ich soviel gesehen, dass ich die Reihenfolge schon gar nicht mehr weiss. Zuerst wurde ich frueh geweckt, weil mein gastvater essen fahren wollte. Nachdem wir Nudeln und Reis (hier ueblich) gefruehstueckt haben, sind wir zu nem grossen chinesischen Tempel gefahren. Ausserdem haben wir an dem Tag noch eine Biofarm (wo meine Gastmutter erstmal einen Kofferraum voll Obst und Gemuese eingekauft hat), den Strand, ein Koenigshaus, ein Fischerdorf und das Haus von meinem Gastvater besucht.
Mittags nach einem schnellen essen fuer alle Verwandte, war die chinesische Hochzeit, bei der einigen Traditionen gebraucht wurden. Nachdem die Braut bei der Familie des Braeutigam vorgefahren wurde, wurden mindestens 200 Feuerwerkskoerper gesprengt. Dann wurde ein geschlachtetes Schwein gebracht und der Braeutigam ist mit der Braut ins Hasu getreten. Dort fand dann die Hochzeit statt, geleitet von einer, ich nenn sie jetzt mal Hochzeitsmanagerin, die aber die Funktion einen Pfarrers hatte. In einem Singsang hat sie die Prozedur geleitet und das Hochzeitspaerchen musste andauert sich dreimal verbeugen. Die meiste Zeit nahm dann aber die Tehzerremonie in Anspruch. Dabei serviert das Hochzeitspaar der Familie des Braeutigams Teh, zunaechst also den Grosseltern und dann allen Onkeln und Tanten immer Ehepaarweise. Dafuer bekommt das Ehepaar "Angpau" ein schoener Briefumschlag mit Geld gefuellt. Das geben von "Angpau" ist von der chinesischen Tradition in ganz Malaysia verbreiten und sie werden nun bei jeder Art von Feiertag an die Kinder verteilt. Auch ich habe mich dann in die Reihe gestellt, mit ungefaehr 50 anderen Kinder, denn alle die dort und juenger als das Paar waren, haben das bekommen.
Spaeter sind wir dann zu meiner gasttante nach Hause gefahren, die in ihren Front Yard einen Friseursalon hatte. Das ganze sah sehr provisorisch aus, aber es hat funktioniert und es sogar gewagt mir dort die Haare schneiden zu lassen. Die anderen haben sich frisieren lassen fuer das richtige 9-Gaenge-Hochzeitsessen am Abend, wo sich alle total herausgeputzt haben, man aber hauptsaechlich nur da sitzt und isst und Leuten zuhoert die viel zu laut ihre Karaokelieder singen. Was ich an diesen essen zunaechst komisch fand, ist dass die ersten Gaenge nur aus Fisch und Fleisch bestehen, dann gibt es ein Gang Gemuese, dann Reis und dann Nachtisch.
Dann war natuerlich schon wieder spaet und es hiess schnell nach Hause fahren...

Von dem ganzen habe ich auch Fotos gemacht, die ich versuchen werde bald zu schicken. Es tut mir auch leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Das Internet hier hat ziemlich oft was gegen mich, denn immer wenn ich es benutzten will geht es wieder nicht... heute hatte ich mal Glueck!

Mein letzter Monat der schon bald anfaengt ist auch schon fast ausgebucht. Arbeiten tu ich nur noch bis Ende naechster Woche. Dann, vom 20.-23. Januar fahre ich wieder mit AFS nach Kelantan, wo wir mal wieder ein Dschulgelrennen machen; man koennte es auch Schatzsuche nennen. Gleich darauf vom 24.-28. haben Joli, Susi und ich unser End of Stay Camp in Ostmalaysia, Sarawak, was ohne Betreuer sicherlich sehr spassig wird. Dann vom 31.1.-1.2. ist hier in Batu Caves ein indisches festival wo tausende von Hindus kommen und mein indisches Projekt, Sai Ananda, dort einen Essensstand anbietet und ich dabei helfen werde. Vom 2.-9. Februar fliegen Joli und ich nach Bali und lassen uns vor unserer Heimreise nochmal so richtig schoen braten, chillen ein bisschen am Strand und machen mal so richtigen Touriurlaub. Und wenn ich dann wieder da bin hab ich noch 10 Tage um meine Sachen zu packen, nochmal ein paar Leute und was von KL zu sehen und am 18.2. Chinesisches Neujahr zu feiern.
Ja und am 21. Februar kommt die Anja dann endlich wieder nach Deutschland zurueck und wird wahrscheinlich erstmal einen Kulturschock erleben. Ich glaube ich hab mich einfach schon an so viel hier gewoehnt und vor allem an die Freundlichkeit und daran, dass man hier eigentlich nie jemanden meckern oder streiten hoert. Das faellt mir schon immer auf, wenn ich irgentwelche genervten weissen Touristen in KL sehe. Das ganze Benehmen und Denken der Leute hier ist meistens viel positiver, auch wenn es oft natuerlich auch nur fake ist.
So jetzt ist es schon nach 22 uhr und mein Gastvater will sicherlich bald alles abschliessen, was bedeutet, dass ich in den ersten Stock muss, wo ich kein Computer habe.
Also ich hoffe, ihr hab jetzt mal wieder einen Eindruck bekommen, wie ich hier so lebe und hoffe natuerlich von euch zu hoeren und euch alle dann bald im Februar wieder zu sehen.
Am 5. Maerz fange ich dann uebrigens mein Praktikum in Koeln bei den Kolping Jugendgemeinschaftsdiensten an. Sie organisieren dort Workcamps, wie ich eins in Ruanda gemacht habe.
So jetzt aber genug, mir ist vom Laptop schon wieder so warm, dass ich jetzt erstmal duschen muss. Habt ihr denn jetzt langsam mal Schnee in Deutschland? Meldet euch doch mal wieder! Ach und allen noch ein frohes Neues! Wenn auch ein bisschen verspaetet...

Ja ich hab's auch ins naecchste jahr geschafft!

... und fuer alle die mir einen guten Rutsch gewuenscht haben... ihr wart erfolgreich! Ich hab es an Silvester schon wieder geschaftt mich hinzulegen! Diesmal wollte ich eine Mauer runter klettern, statt auseinrum die Treppen zu nehmen. Und was macht die Anja...? Rutsch natuerlich auf einem Blatt aus und faellt die mauer runter und das muss wohl sehr komisch ausgesehen haben. Naja, so viel nur zum guten Rutsch, ich glaub den werd ich niemanden mehr wuenschen!

Jetzt aber erstmal noch zu Weihnachten. Ich habe bei mir zu Hause in meiner chinesischen Familie gefeiert und drei deutsche Austauschueler eingelanden, waehrend meine gastschwester auch ganz viele Freunde eingeladen hatten. Dann haben wir gegessen (Ente, weil ich meinte dass wir das in Deutschland fuer Weihnachten essen, gebratene Reisnudeln, ganz viel Obst und Gemuese (dank meiner Gastmuuter) natuerlich und erstaunlicherweise gaaanz viel suesses, was ich den ganzen abend ueber in Tonnen konsumiert habe. Aber das musste zu Weihnachten einfach sein. Wir hatten sogar deutsche Weihnachtsschokolade, selbstgebackene Plaetzchen, Fruechtebrot (dank meiner Tante) usw. Dann haben wir Gruppenspiel (ein bisschen wie im Kindergarten) gespielt aber es war lustiog, Weihnachtslieder wurden gesungen und teilweise musikalisch vorgefuehrt (meine gastschestern sind alle sehr musikalisch). Auch ich habe Blockfloete gespielt nur leider miusste ich bvei der Auffuehrung so lachen, weil es sich einfach wie eine 6jaehrige angehoert hat, die ihre Floete troetet. Also wie ihr merkt, war das das lustigeste Weihnachten, das ich bis jetzt erlebt habe, wenn auch weniger besinnlich. Die Beschehrung gab es dann abends auch nur zwischen uns deutschen in meinem Zimmer. Am 25. morgens wurde dann innerhalb meiner Familie die geschenke ausgepackt, wobei ich meins schon 2 wochen vorher zu der Prom von meiner gastschwetser bekommen hatte. Dann waren wir shoppen in einer Mall, weil das halt das ist, was man hier machen kann und sonst nicht viel. Ja und am 26. war alles schon wieder vorbei und ich musste arbeiten, was zu dieser Zeit aus Poster mit Kinderlieder malen bestand.

Ueber neujahr war ich mit ueber 20 AFS-Austauschuelern in Kelantan, dem muslimischten Staat in Malaysia, der im Norden an der Ostkueste liegt. Dort haben wir in einem grossen Hotel gewohnt und hatten ein Kulturprogramm. Zunaechst waren wir Zeuge einer Opferschlachtung einer Kuh in einem kleiner Dorf, der bei lebendigem Leibe die Kehle ausgeschnitten wurde und dann verblutet ist. Das ist an dem Tag nach dem muslimischen Kalender so ueblich und war sehr beeindruckend und hab mich schon mitgenommen. Die Kuh wurde dann im ganzen Dorf an alle verteilt. Danach haben wir noch in einem tyoischen malayischen hasu typisch suesses Kelantan essen gegessen.

jetzt muss ich erstmal aufhoren, die lichter in der klinik gehen schon aus, haffe aber bald mehr berichte zu koennen.

Friday, December 15, 2006

Hallo!
Ja also ich dachte ich melde mich mal wieder. Auch wenn die letzten zwei Wochen weniger spektakulaer waren, auf jedem Fall im Vergleich zu dem Reisemonat.
Ich arbeite halt unter der Woche im Kindergarten von 9 bis 2. In der ersten Woche habe ich hauptsaechlich 26 Wale angemalt, ausgeschnitten und auf jeden einen Buchstaben mit Bildern geklebt. Das klingt jetzt vielleicht eher langweilig , ist im Vergleich zu meiner Alternative, naemlich 55 leere Aufgabenhefte handschriftlich mit Bildern und Aufgaben zu versehen, sehr spassig! Gluecklicherweise durfte ich auch diese Woche ein Bild malen mit paasendem Gedicht, das dann im Kindergarten, genau wie die Buchstabenwale, als Deko aufgehaengt wird.
Jetzt soll damit aber Schluss sein (obwohl ich noch gar nicht fertig bin, aber etwas erst fertig zu machen, kennt man hier kaum) und naechste Woche werden Namensschilder beschriftet. Heute gab es auch eine Abwechslung, die daraus bestand die Abstellkammer aufzuraeumen.

Um diesen spannenden Alltag ein bisschen auszugleichen tue ich Sachen wie ins Kino oder Essen gehen, shoppen oder was meiner Gastfamilie noch so spontan einfaellt. Letzte Woche war ich bei einer chinesischen Hochzeit eingeladen, was aus einem 8-Gaenge-Menue fuer ca. 800 Leute (was hier wenig ist) bestand. Da wir puenktlich geladen waren, folgeten wir der Anweisung und waren dann nach 90 Minuten Wartezeit auch schon richtig hungrig. Es gab Haifischflossensuppe, Shrimp, frittiertes Ferkel (dessen halber Kopf ploetzlich dank meinem Gastvater auf meinem teller lag und mir versichert wurde, dass die fettigen Wangen das beste Stueck waeren!), Fisch, Fischkloesse (uebrigens sehr malayisch, die konsistenz ist unvergleichbar), frittiertes Haehnchen, Gemuese, Reis und ich hab nestimmt noch was vergessen. War alles super lecker, aber natuerlich echt ungesund, weshalb ich statt meiner gesundheitsbewussten Gastmutter mitkommen durfte. An nem anderen Tag, haben wir in einem chinesischen Restaurant ganz viele Pilzgerichte gegessen, weil mein Gstvater vielleicht Pilze aus China vermarkten will.

Um in Weihnachtsstimmung zu kommen, habe ich schon einiges versucht, aber bin es im Moment trotzdem nicht. War allerdings schon Schlittschuh laufen, hab Lebkuchen gebacken, Deko gebastelt, meiner Gastschwester Lili Oh Tannenbaum beigebracht und oeffne jeden tag meine (eutschen) Adventskalender. Ausserdem hab ich auch einen Adventskalender fuer meine gastschwestern gebastlet. Ich bin also in meiner Freizeit meistens sehr aktiv und nutze fast jede gelegenheit irgendwohin zu fahren (meistens in ne Mall). Neulich haben wir in der groessten Mall Malaysias fast eine halbe Stunde einen Parkplatz gesucht und haetten fast aufgegeben. Leider hatten wir dann nur wenig Zeit zum Shoppen, da mein Gastvater fertig war (er hat dort sein Buch vorgestellt)

Gestern war ich mit Lili bei ihrem "Abiball". Vorher haben wir uns von ihren beiden tanten die in der Umgebung wohnen die Haare stylen lassen. Wir sind dann ca. 90 Minuten spaeter als geplant losgefahren und waren noch bei den ersten... malaysian time! Am besten an dem Abend war neben dem Luxushotel in dem wir uns befanden das Essen: Es gab internationale Kueche, was folgendes bedeutete: Kartoffelbrei mit Wild, knusprige Mehrkornbroetchen, Gauda, Aufschnitt, Rollmops (was ausser mir hier niemand kannte), italienische Vorspeisen usw. Und ich habe nur die fuer mich hier am seltensten"deutschen" Gerichte erwaehnt!
Am besten waere eigentlich das Schokoladeneis mit Schokososse gewesen, leider war ich dazu aber schon viel zu satt! Nachdem wir gegessen hatten und die 3 Bands ihre rockigen Auftritte hatten, wurde fuer eine halbe Stunde getanzt. Dann wurden wir um 11 von eine Mutter abgeholt, die uns dann noch ne halbe Stunde hat warten lassen, weil sie sich mit ihrer Familie erstaml ueber das Bueffet her gemacht hat. Ach so, das Ball war eigentlicg ohne Eltern...

Heute war ich so schlau und habe versucht die Treppe hoch zu laufen ohne meine Fuesse anzuheben... was damit endete, dass ichmit an der scharfen Betonkante das Knie aufgeschlitzt habe und von meiner Gastmutter( zu der ich sowieso gerade auf dem Weg war) erstmal eine Spritze verpasst gekriegt habe. Natuerlich uebertreibe ich jetzt n bisschen und ich werde morgen hoffentlich wieder nicht humpelnd durch die Gegend laufen koennen. Schliesslich wollte ich morgen shoppen und danach zu nem Englischfest von einem Colllege gehen. Am Sonntag arbeite ich dann bei Sai Ananda, jedoch weiss ich bis jetzt nur, dass es ein Camp fuer Frauen ist. Was genau laueft, werd ich dann sehen.

Das solls erstmal gewesen sein, mir geht's also gut, wenn man von der teilweise stupiden Arbeit im Kindergarten mal absieht.

Euch wuensche ich einen schoenen Advent (wenn auch nicht sehr kalt wie ich gehoert habe), weil Spass auf dem Weihnachtsmarkt und esst nicht zu viel Weihnachtszeug!

Ganz liebe gruesse, Anja

Sunday, December 03, 2006

der November-Reise-Monat ist vorbei...

Ja jetzt ist dezember, und morgen muss ich wieder mit der Arbeit im Kindergarten anfangen. Zum glueck muss ich aber in diesem Monat nur von 9 bis 2 uhr arbeiten... und wir werden ja auch nur das naechste schuljahr vorbereiten, es kommen also keine kinder im Dezember. Die haben ferien.
Aber nun muss ich mal noch kurz von meinen weiteren "Reisen" berichten. Wir sind also letzte Woche in der Nacht zum Montag losgefahren und haben dann gegen 4 fuer ca. 2 stunden auf einer autobahnraststaette draussen auf einer Plane geschlafen... das sollte unsere Einstimmung auf die Camping- und Kletterntour sein. Diese Tour klang zunaechst sehr anstrenged, weil wir bis auf einen ueber tausend Meter hohen Berg klettern sollten, jedoch kommt hier sowieso immer alles anders als man denkt, vor allem wenn man mit einem weniger professionellem und eher unorganisiertem kamerateam unterwegs ist. So kam es, dass wir nach gleich nach Beginn unserer Trekkingtour im Dschungel erstmal eine Stunde warten mussten, bis die kameras endlich funktionierten. Dann wurden wir natuerlich andauernd gestoppt und wieder zurueck geschickt um alles zu drehen. Mittags ( wir waren ca. 1-2km oder so gelaufen) haben wir unser Camp aufgeschlagen... was uns bei spaeterem hetigen Regenwaldschauer und einer Attacke von fliegenden Ameisen (oder solchen Viechern) auch sehr nuetzlich war. Jedenfalls sind wir an diesem tag nicht mehr viel weiter gekommen, jedoch haben wir eine Rieseneidechse (mit Schwanz bestimmt laenger als ein Meter) gesehen. Von dem Bergbesteigen war dann ploetzlich auch keine Rede mehr(wir erreichten nur den ersten von 10 Rastpunkten auf dem weg zum Gipfel), sondern wir brachen am naechsten Tag zu einem Berg auf. Da aber saemtliche Essenpausen (die werden nie vergessen!) oder auch einfach der lange Weg uns so viel Zeit kostete, wurde dann beschlossen, dass wir esrt an dem Tag danach auf einen berg in der naeheren Umgebung von KL steigen und die Nacht zu Hause verbringen koennen. Darueber waren Joli und ich auch sehr froh, da all unsere sachen nass waren und wir so gemuetlich in unserem bett statt auf dem doch harten dschungelboden schlafen konnten. Ueberraschenderweise war der naechste tag richtig anstrengend, weil wir den ganzen tag im gewandert sind und diesmal auch ziemlich weit kamen. Natuerlich wurde an unserem hoechsten Punkt erstmal gegessen. Danach wurden wir noch schnell interviewed, ob die Mountain Climbing so extrem war, wie wir uns das vorgestellt hatten... naja...

So jetzt aber zu den Bildern... so langsam komme ich dahin. Die ersten beiden waren abends bei der Geburtstagfeier fuer Sai Baba. Das ertse zeigt die traditionellen Instrumente (klingt aehnlich wie ein Schifferklavier), die die Bhajans begleiten und das zweite eine Banglatanz (aus einer besonderen Gegend aus Indien). Ausserdem gab es noch ein Theaterstueck ueber das Thema: "everything is good for anything".
Danach wurde ich in einem Eiltempo (nachdem wir genauso schnell gegessen hatten) zum Busbahnhof gefahren, da der Bus zur Insel Pankor ploetzlich eine Stunde frueher fahren sollte.


Zusammen mit Joli und 6 anderen Austauschuelern waren wir unterwegs und verbrachten mal wieder eine sehr bequem underholsame Nacht, diesmal intiefkueltemperierten Bus... So gegen halb 4 kamen wir dann beim Hafen an, wo wir fast 3 stunden in einem Restaurant verbrachten... mal gut dass Essen hier so wichtig ist, dass es ganz viele 24StundenRestaurants gibt. Nach der Faehre mussten wir dann noch ein Taxi nehmen... und mein wir waren immer noch nicht an unserem Ziel angelangt: ein abgelegener Campingplatz am Meer und gleichzeitig im Dschungel, durch den man ca. 15 Minuten laufen muss, um die Civilisation zu erreichen. Dort verbrachten wir zwei sehr schoene entspannte Tage mit schlafen, schwimmen(tagsueber musste man allerdings duschen, wenn es zu warm wurde, da das Meer von der Sonne teilweise richtig heiss war),
einkaufen, kochen, kajaken und was man noch so gerne tut.
Wie man sieht hatte ich auch hier mal wieder einen eher ungewoehnlichen Schlafplatz, jedoch war das der bequemste...
Dieser Uralub war einfach paradiesisch wenn natuerlich auch eher primitiv, aber Anja hatte alles um sich wohl zu fuehlen: Sonne, warme Naechte, Meer, Sandstrand, Palmen und und und

Daraufhin folgete dann von Montag bis Donnerstag Jolis und mein Trip an die Ostkueste, davon gibts spaeter ein paar Bilder mit Bericht.




Dieses Foto ist heute entstanden, als Joli, Joyce ( meine kleine Gastschwester und ich bei einer Schatzsuche mitgemacht haben, die sich etwas an Fear Factor orientiert hat. Hauptsaechlich mussten wir so schnell wie moeglich durch de Dschungel laufen. Dabei wurden dann allerdings so Sachen verlangt wie eine Zwiebel finden und ungeschaelt essen, im Schlamm robben oder einen Zettel mit dem Mund aus einer Schachtel voll Insekten nehmen. Das hat das ganze dann sehr lustig gemacht. Leider haben wir beim Baumartensuchen und Blasrohrblasen etwas versagt, sodass wir nach einer Turboaufholjagd im Dschungel auf den 3. Platz doch nur 5. von 8 wurden. Naja, dreckig waren letzendlich alle und das war wohl der Sinn des Ganzen...
Also, fuer heute ist erstmal genug, lasst mal wieder von euch hoeren. Und achso ja es ist ja 1. Advent, den ich krampfhaft versuche auch irgentwie mitzukriegen. Aber egal wieviel man dekoriert und macht, es kommt doch so keine richtige weihnachtsstimmung auf, wenn man schon vom im Schatten sitzen ins schwitzen kommt. ;)

Thursday, November 23, 2006

dauernd unterwegs...

Also, eigentlich hatte ich vor euch mal alls ausfuehrlich zu berichten, leider muss ich aber in 10 Minuten schon wieder weg, woran man erkennt, was fuer ein programm ich im moment habe. Wie gesagt war ich von Donnerstag morgen bis Sonntag abend in Port Dickson, am meer in einen guten Hotel direkt am feinen Sandstrand und mit schwimm8ngpool und palmen. Leider war es aber mehr eine AFS-Veranstaltung als ein badeurlaub. Uns wurde also erstmal verboten ohne Erlaubnis baden zu gehen, weil das Meer ( das so ruhig war wie der swimmingpool) ja eine gefahr ist. Ausserdem durften wir die ganzen 4 tage die Hotelanlage nicht verlassen. AFS fuehlte sich so verantwortlich fuer uns Erwachsene. Es ist ja auch schon ein Risiko ueber die strasse zu gehen. Nachdem wir uns gleich nach der Ankunft eine stamdpauke anhoeren mussten, weil wir im meer schwimmen waren, habe ich angefangen die betreuer zu fragen, ob ich auf Toilette gehen darf... also es war einfach super uebertrieben, unsinnig und ein bisschen nervig. Aber ich habe keine zeit mich weiter aufzuregen. Dann am Samatag abend war ein Abschiedsessen fuer die Austauschschueler die in 2 wochen nach hause fahren. Dafuer haben wir die ganzen tage zuvor eine Modenschau mit traditionellen kleidern und einen indischen tanz geuebt. War an sich ganz lustig, nur mussten wir auch wieder uebertrieben viel ueben, was ein bisschen langweilig wurde. Jetzt aber weiter im Programm. Am Sonntag abend ist die Joli dann mit zu mir gekommen, haben schnell ein paar sachen gewaschen, 2 stunden geschlafen und sollten um 12 uhr in der nacht fuer den mountain climbing trip nach Johor (staat in Sueden malaysias) abgeholt werden. Leider hatte der malaye aber untypischer weise 45 Minuten verfruehung... zum glueck sind wir aber schon ein bisschen an die spontanitaet hier gewoehnt und haben unsere sachen einfach nass mitgenommen. Dannwaren wir bis mittwoch klettern, wovon ich spaeter mehr bericten werde. Heute morgen (donnerstag) bin ich um 4 aufgestanden, weil heute der Geburtstag von Sai baba ist und die indische gemeinde mit denen ich arbeite den feiert. Dann bin ich schnell nach hause hab ein bisschen geschlafen, meine sachen gebueglt, bin jetzt in der klinik meiner gastmutter im internet, werde gleich von einer inderin abgeholt um den geburtstag weiter zu feiern und fahre heute abend danach dann zu der Bus station von der aus eine AFS gruppe bis sonntag auf die Insel pankor faehrt. Also ihr seht, ich bin im Moment echt viel unterwegs und muss mir jetzt auch schnell meine indische kleidung anziehen gehen. ganz liebe gruesse und es kommt bald mehr!