Anja in Malaysia

Hab mir gedacht, es wär mal ne nette Idee ne Page zu erstellen, sodass alle meine Freunde immer wissen was ich mache während meines Aufenthaltes in Malaysia. Werd also versuchen ab und zu mal was zu schreiben, was ich da alles so erlebe und werde auch Fotos reinstellen... Und ich hoffe natürlich auf Post von euch!

Friday, January 12, 2007

noch ein paar aeltere Fotos

Das bin ich mit meiner Chefin vom Kindergarten - so boese wie die guckt ist sie auch! Ich war an dem indischen Fest Deepavali im September bei ihr zu Hause.

Unter diesem Holzdach am Fluss war unser Schlafplatz fuer ca.20 Personen, als wir nach dem Filmdreh in den Hoehlen im Oktobober im stroemenden Regen keine Zelte mehr aufbauen wollten. Wir haben also mal wieder auf dem Steinboden geschlafen.


Ja lange hat es gedauert, aber nun luefte ich endlich das Geheimnis! Das ist das Hasu in dem ich mit meiner chinesischen Familie wohne. Mein Zimmer ist im 2. Stock. Die Karaokeparties finden immer im 2. Stock in dem "Wintergarten", wie ich es nenne, mit Blick ueber ganz Kuala Lumpur statt!


Diese Foto konnte ich leider nicht drehen. Es zeigt einen indischen Altar an dem Geburtstag von Sai Baba (der abgebildete Mensch), der dafuer besonders besonders geschmueckt wurde.



Ja und auch das ist Malalysia. Das war der Blick aus unserem Hotelzimmer in Port Dickson, wo wir im November unsere Midstaycamp hatten und eigentlich nicht baden gehen durften. Aber welcher Europaeer kann diesen weissen Sandstrand schon wiederstehen?

Thursday, January 11, 2007

Die chinesische Hochzeit

Das sieht vielleicht aus wie ein Schuhsalat. Tatsaechlich ist es aber ganz ueblich in Malaysia so viele Schuhe vor einem Haus zu sehen, vor allem wenn man viele Gaeste hat, wie bei dieser Hochzeit, da ja jeder seine Schuhe ausziehen muss, bevor er das Haus betritt.

Das ist das Brautpaar, das in europaeischer Kleidung vor einem chinesischem Altar innerhalb der Teezerremonie das Angpau von meinen Gasteltern erhaelt.

Das ist meine Gastfamilie mit Gastopa vor dem grossen chinesischen Tempel.

Das ist ein traditionelles Fischerdorf am Meer in der Naehe von dem Wohnort meines Gastopas. Von diesen Doerfern gibt es hier noch sehr viele gibt.

Das ist bei dem Hochzeitsessen, als gerade am runden Tisch die Haifischflossensuppe serviert wird.. Gegessen wird bei solchen Anlaessen immer mit diesen chinesischen Loeffeln oder Staebchen, was ich inzwischen auch schon einigermassen hinkriege.

weiter gehts...

Also wo war ich stehen geblieben. Genau beim schlaten der Kuh. Nachdem wir das also hinter uns hatten, war es auch schon bald Silvesterabend, an dem fuer uns in Hotel ein Essen und eine Karaokeschau vorbereitet war. Um Mitternacht haben wir dann alle mit unseren selbstgekauft nach Kelantan "importierten" Getraenken angestossen und dann wurde noch auf den Hotelzimmer weitergefeiert. Silvester war der erste Feiertag bin Malaysia an dem ich kein Feuerwerk gesehen habe, was einfach daran lag, dass ich im Hotel war und nicht zu Hause, von wo man ganz KL ueberblicken kann. Ausserdem ist Feuerwerk hier imer illegal, was man jedoch kaum bemerkt, da es wirklich staendig und wer weiss aus welchem Anlass Feuerwerk gibt.

Am Neujahrstag war dann, statt gammelig vor dem Fernseher das Neujahrspringen gucken, frueh aufstehen angesagt, dann an dem Grenzuebergang zu Thailand wartete eine Kulturshow auf uns. Diese bestand aus Tanz, Musik und Reden, was uns allerdings immer weniger interessierte, da es ersten super heiss war (normal halt) udn wir alle einfach muede und fertig waren. Aber nach nem staerkende essen ging es dann noch weiter zum Shoppen auf einen Duty Free Markt, wo es hauptsaechlich gefaelschte Sachen gab. Am naechsten Tag wurden wir dann vor unserer Abfahrt noch zu einem Markt gebracht, den wir aber leider nicht gefunden haben... es gab nur ein paar Strassenstaende... Da wir auf der Rueckfahrt, die endlich gegen 12 begann, wegen einem Stau eine andere Route nehmen mussten, kamen wir letzendlich nachts um 2 (statt abends um 8) in KL an und mussten dann in einem Jugendhotel uebernachten. Genau wie die meisten anderen komm ich nachts ausser mit dem Taxi nicht mehr nach Hause und selbst dann komm ich nicht ins Haus, da bei uns alles abgeschlossen und verriegelt ist und die vier Wachhunde ihren Dienst tun. Um so erfreulicher war es dann fuer mich, dass ich trotz 3 Telefonaten am naechsten Tag noch zur Arbeit gehen musste. Dort kam ich dann um 11 mit 3 1/2 Stunden Verspaetung (nachdem ich 3 Stunden mit Bus und Bahn innerhalb KL unterwegs war), mit viel Gepaeck und total uebermuedet auch an.
Die naechsten 3 Tage habe ich schlafend in meinem Zimmer verbracht, wenn ich nicht gerade arbeiten war.
Am Samstag, den 6. Januar, habe ich dann gegen Mittag erfahren, dass meine ganze Familie zu der Hochzeit von meinem Gastcousin faehrt und dort ueber Nacht bleibt. Ja die Malaysiaer sind echt spontan und wenn man denkt man koennte ein gemuetliches Wochenende zu Hause verbringen, gibt es in meiner Familie eigentlich immer etwas, wo ich mit hin kann. Wir kamen dann also abends dort an und es gab das Vorhochzeitsessen; die eigentliche Hochzeit sollte erst am naechsten Tag stattfinden. Nachdem wir gegessen hatten, gingen wir dann zu unserer Unterkunft: ein verlassenes Haus von Verwandten, in dem es entsprechend dreckig war und nur ein doppelbett und sofa und sessel gab. Dort sollten wir also zu sechst schlafen, was meinen Gasteltern weniger gefiel. Deshalb wollten sie die 1 1/2 Stunden nach Hause fahren, dort gemuetlich schlafen und am naechsten Tag wieder kommen. Davon konnte ich sie aber zum Glueck abhalten, da wir sonst unnoetig 3 Stunden Auto gefahren waeren, und ich habe die Nacht auf 4 Sofakissen doch erstaunlich gut geschlafen... Aber in Malaysia schlaeft man eigentlich einfach ueberall!
Am naechsten Tag habe ich soviel gesehen, dass ich die Reihenfolge schon gar nicht mehr weiss. Zuerst wurde ich frueh geweckt, weil mein gastvater essen fahren wollte. Nachdem wir Nudeln und Reis (hier ueblich) gefruehstueckt haben, sind wir zu nem grossen chinesischen Tempel gefahren. Ausserdem haben wir an dem Tag noch eine Biofarm (wo meine Gastmutter erstmal einen Kofferraum voll Obst und Gemuese eingekauft hat), den Strand, ein Koenigshaus, ein Fischerdorf und das Haus von meinem Gastvater besucht.
Mittags nach einem schnellen essen fuer alle Verwandte, war die chinesische Hochzeit, bei der einigen Traditionen gebraucht wurden. Nachdem die Braut bei der Familie des Braeutigam vorgefahren wurde, wurden mindestens 200 Feuerwerkskoerper gesprengt. Dann wurde ein geschlachtetes Schwein gebracht und der Braeutigam ist mit der Braut ins Hasu getreten. Dort fand dann die Hochzeit statt, geleitet von einer, ich nenn sie jetzt mal Hochzeitsmanagerin, die aber die Funktion einen Pfarrers hatte. In einem Singsang hat sie die Prozedur geleitet und das Hochzeitspaerchen musste andauert sich dreimal verbeugen. Die meiste Zeit nahm dann aber die Tehzerremonie in Anspruch. Dabei serviert das Hochzeitspaar der Familie des Braeutigams Teh, zunaechst also den Grosseltern und dann allen Onkeln und Tanten immer Ehepaarweise. Dafuer bekommt das Ehepaar "Angpau" ein schoener Briefumschlag mit Geld gefuellt. Das geben von "Angpau" ist von der chinesischen Tradition in ganz Malaysia verbreiten und sie werden nun bei jeder Art von Feiertag an die Kinder verteilt. Auch ich habe mich dann in die Reihe gestellt, mit ungefaehr 50 anderen Kinder, denn alle die dort und juenger als das Paar waren, haben das bekommen.
Spaeter sind wir dann zu meiner gasttante nach Hause gefahren, die in ihren Front Yard einen Friseursalon hatte. Das ganze sah sehr provisorisch aus, aber es hat funktioniert und es sogar gewagt mir dort die Haare schneiden zu lassen. Die anderen haben sich frisieren lassen fuer das richtige 9-Gaenge-Hochzeitsessen am Abend, wo sich alle total herausgeputzt haben, man aber hauptsaechlich nur da sitzt und isst und Leuten zuhoert die viel zu laut ihre Karaokelieder singen. Was ich an diesen essen zunaechst komisch fand, ist dass die ersten Gaenge nur aus Fisch und Fleisch bestehen, dann gibt es ein Gang Gemuese, dann Reis und dann Nachtisch.
Dann war natuerlich schon wieder spaet und es hiess schnell nach Hause fahren...

Von dem ganzen habe ich auch Fotos gemacht, die ich versuchen werde bald zu schicken. Es tut mir auch leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Das Internet hier hat ziemlich oft was gegen mich, denn immer wenn ich es benutzten will geht es wieder nicht... heute hatte ich mal Glueck!

Mein letzter Monat der schon bald anfaengt ist auch schon fast ausgebucht. Arbeiten tu ich nur noch bis Ende naechster Woche. Dann, vom 20.-23. Januar fahre ich wieder mit AFS nach Kelantan, wo wir mal wieder ein Dschulgelrennen machen; man koennte es auch Schatzsuche nennen. Gleich darauf vom 24.-28. haben Joli, Susi und ich unser End of Stay Camp in Ostmalaysia, Sarawak, was ohne Betreuer sicherlich sehr spassig wird. Dann vom 31.1.-1.2. ist hier in Batu Caves ein indisches festival wo tausende von Hindus kommen und mein indisches Projekt, Sai Ananda, dort einen Essensstand anbietet und ich dabei helfen werde. Vom 2.-9. Februar fliegen Joli und ich nach Bali und lassen uns vor unserer Heimreise nochmal so richtig schoen braten, chillen ein bisschen am Strand und machen mal so richtigen Touriurlaub. Und wenn ich dann wieder da bin hab ich noch 10 Tage um meine Sachen zu packen, nochmal ein paar Leute und was von KL zu sehen und am 18.2. Chinesisches Neujahr zu feiern.
Ja und am 21. Februar kommt die Anja dann endlich wieder nach Deutschland zurueck und wird wahrscheinlich erstmal einen Kulturschock erleben. Ich glaube ich hab mich einfach schon an so viel hier gewoehnt und vor allem an die Freundlichkeit und daran, dass man hier eigentlich nie jemanden meckern oder streiten hoert. Das faellt mir schon immer auf, wenn ich irgentwelche genervten weissen Touristen in KL sehe. Das ganze Benehmen und Denken der Leute hier ist meistens viel positiver, auch wenn es oft natuerlich auch nur fake ist.
So jetzt ist es schon nach 22 uhr und mein Gastvater will sicherlich bald alles abschliessen, was bedeutet, dass ich in den ersten Stock muss, wo ich kein Computer habe.
Also ich hoffe, ihr hab jetzt mal wieder einen Eindruck bekommen, wie ich hier so lebe und hoffe natuerlich von euch zu hoeren und euch alle dann bald im Februar wieder zu sehen.
Am 5. Maerz fange ich dann uebrigens mein Praktikum in Koeln bei den Kolping Jugendgemeinschaftsdiensten an. Sie organisieren dort Workcamps, wie ich eins in Ruanda gemacht habe.
So jetzt aber genug, mir ist vom Laptop schon wieder so warm, dass ich jetzt erstmal duschen muss. Habt ihr denn jetzt langsam mal Schnee in Deutschland? Meldet euch doch mal wieder! Ach und allen noch ein frohes Neues! Wenn auch ein bisschen verspaetet...

Ja ich hab's auch ins naecchste jahr geschafft!

... und fuer alle die mir einen guten Rutsch gewuenscht haben... ihr wart erfolgreich! Ich hab es an Silvester schon wieder geschaftt mich hinzulegen! Diesmal wollte ich eine Mauer runter klettern, statt auseinrum die Treppen zu nehmen. Und was macht die Anja...? Rutsch natuerlich auf einem Blatt aus und faellt die mauer runter und das muss wohl sehr komisch ausgesehen haben. Naja, so viel nur zum guten Rutsch, ich glaub den werd ich niemanden mehr wuenschen!

Jetzt aber erstmal noch zu Weihnachten. Ich habe bei mir zu Hause in meiner chinesischen Familie gefeiert und drei deutsche Austauschueler eingelanden, waehrend meine gastschwester auch ganz viele Freunde eingeladen hatten. Dann haben wir gegessen (Ente, weil ich meinte dass wir das in Deutschland fuer Weihnachten essen, gebratene Reisnudeln, ganz viel Obst und Gemuese (dank meiner Gastmuuter) natuerlich und erstaunlicherweise gaaanz viel suesses, was ich den ganzen abend ueber in Tonnen konsumiert habe. Aber das musste zu Weihnachten einfach sein. Wir hatten sogar deutsche Weihnachtsschokolade, selbstgebackene Plaetzchen, Fruechtebrot (dank meiner Tante) usw. Dann haben wir Gruppenspiel (ein bisschen wie im Kindergarten) gespielt aber es war lustiog, Weihnachtslieder wurden gesungen und teilweise musikalisch vorgefuehrt (meine gastschestern sind alle sehr musikalisch). Auch ich habe Blockfloete gespielt nur leider miusste ich bvei der Auffuehrung so lachen, weil es sich einfach wie eine 6jaehrige angehoert hat, die ihre Floete troetet. Also wie ihr merkt, war das das lustigeste Weihnachten, das ich bis jetzt erlebt habe, wenn auch weniger besinnlich. Die Beschehrung gab es dann abends auch nur zwischen uns deutschen in meinem Zimmer. Am 25. morgens wurde dann innerhalb meiner Familie die geschenke ausgepackt, wobei ich meins schon 2 wochen vorher zu der Prom von meiner gastschwetser bekommen hatte. Dann waren wir shoppen in einer Mall, weil das halt das ist, was man hier machen kann und sonst nicht viel. Ja und am 26. war alles schon wieder vorbei und ich musste arbeiten, was zu dieser Zeit aus Poster mit Kinderlieder malen bestand.

Ueber neujahr war ich mit ueber 20 AFS-Austauschuelern in Kelantan, dem muslimischten Staat in Malaysia, der im Norden an der Ostkueste liegt. Dort haben wir in einem grossen Hotel gewohnt und hatten ein Kulturprogramm. Zunaechst waren wir Zeuge einer Opferschlachtung einer Kuh in einem kleiner Dorf, der bei lebendigem Leibe die Kehle ausgeschnitten wurde und dann verblutet ist. Das ist an dem Tag nach dem muslimischen Kalender so ueblich und war sehr beeindruckend und hab mich schon mitgenommen. Die Kuh wurde dann im ganzen Dorf an alle verteilt. Danach haben wir noch in einem tyoischen malayischen hasu typisch suesses Kelantan essen gegessen.

jetzt muss ich erstmal aufhoren, die lichter in der klinik gehen schon aus, haffe aber bald mehr berichte zu koennen.